ÖBH Saab Tonne J-29F

In fünften und letzten Teil des "Tonne Bauberichts" geht es um die Verschmutzung und Fertigstellung des Modells.

Intermediate Gauzy Agent von AK

Da ich mir nicht sicher bin, ob es eine gute Idee ist die Decals ohne Schutzlack auf den Metallfarben zu belassen und darüber das Weathering zu machen, entschied ich mich eine Schicht Klarlack als Versiegelung drüberzusprühen. Als Klarlack entschied ich mich für ein AK Produkt. Die Bestellung direkt bei AK in Spanien war schnell geliefert. Inhalt ... Klarlack Intermediate Gauzy Agent (komischer Name für einen milchigen Inhalt). Diesen Klarlack hat AK speziell für die Xtreme Metal Farben entwickelt. Diese sollen den Metalleffekt besser "erhalten" als andere Klarlacke.

Das Gauzy kann unverdünnt aus der Flasche gesprüht werden. Ich habs mit einer 0,2er Düse aufgetragen, was problemlos funktionierte. Der Klarlack konnte 24 Stunden, gut geschützt unter einem Plastikcontainer trocknen.

SAAB J-29F Fliegende Tonne ÖBH

Ich habe unlängst die P-47D Lethal Princess mit diversen Klarlacken getestet und muss sagen dass der Gauzy Klarlack tatsächlich anders aussieht als z.B. Future oder Humbrol. Bei denen merkt man dasse eine klare Schicht über der Metallfarbe liegt, gei Gazuy sieht das trotz Lackschicht mehr nach Metall aus ... interessant. Leider kommt der Effekt auf den Fotos so gar nicht gut herüber.

SAAB J-29F Fliegende Tonne ÖBH

Verschmutzung aka Weathering

Ich will keine verranzte Maschine machen, bei der aus allen Öffnungen Öle und Schmiermittel quillen. Die Nieten und Panellines sollen mit Schatten versehen werden und die Maschine soll ein paar wenige Gebrauchsspuren aufweisen. Nachdem der Klarlack komplett durchgetrocknet war habe ich das gesamte Modelle vollständig mit Florymodel Dark Dirt Weathering Wash eingesaut (vollflächig überzogen ;-). Der Hersteller sagt dass sein ein "clay based wash" ...

Herrlich das Zeug ... zum einen ist es geruchslos (nicht so wie die stinkenden Enamel Weatheringprodukte die tagelang ausdünsten) und zum Anderen ist es extrem einfach in der Anwendung.

Diese einfachen Schritte sind dafür nötig:

1. Wash mit dem Pinsel auftragen (aufpassen dass man keine Blasen produziert und das gesamte Modell überdeckt)

2. trocknen lassen (ca. 1h reicht, man kann es aber auch locker 1 Monat auf dem Modell lassen und bekommt es problemlos wieder ab)

3. Danach mit einem trockenen Küchentuch die getrocknete Farbe abwischen. Man kann das Küchentuch auch etwas anfeuchten, aber je mehr Feuchtigkeit, umso mehr Farbe nimmt man wieder ab. Wichtig ist dass man mit seinen schweißfeuchten Patschhändchen die Pigmente beim Halten nicht wieder aktiviert, deswegen ziehe ich Handschuhe an.

Schritt 1 - auftragen ... Sauberkeitsfanatiker müssen jetzt sehr stark sein, es sieht schrecklich aus ;-)

SAAB J-29F Fliegende Tonne ÖBH

Schritt 2 - trocknen lassen, jetzt sieht das Modell aus wie der abgewrackte Zielflieger in Allentsteig ...

SAAB J-29F Fliegende Tonne ÖBH

Schritt 3 - entfernen mit Küchentuch. An engen Stellen kann man ein Wattestäbchen verwenden.

SAAB J-29F Fliegende Tonne ÖBH

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Wie man sieht, sind die Nieten und Panellines mit einem schönen Schatten versehen ... und das alles in sehr kurzer Zeit.

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Was klackert da im Cockpit?
Während der Bemalung habe ich schon die ganze Zeit ein unheilvolles Klackern aus dem Cockpit gehört. Jetzt werden die Masken an der Kanzel entfernt. Diesmal ein besonders spannender Augenblick ... was hat sich im Cockpit gelöst?

SAAB J-29F Fliegende Tonne ÖBH

Schwein gehabt ... die Klebung des Piloten hat sich gelöst, aber Gott sei Dank hängt er mit den Beinen unter dem Instrumentenbrett fest, so dass man Ihn ein wenig in Position schütteln kann und es nicht groß auffällt. Daher lasse ich das so und schneide die Kanzel nicht wieder auf ;-)

SAAB J-29F Fliegende Tonne ÖBH

Jetzt werden noch die letzen Kleinteile (Staurohre, Positionslichter, Zusatztanks, etc.) aufgeklebt und die kleine Scheibe vor dem Cockpit mit Micro Kristal Klear dargestellt.

SAAB J-29F Fliegende Tonne ÖBH

SAAB J-29F Fliegende Tonne ÖBH

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Zuguterletzt wird noch die Base komplettiert und das Modell wird mit dem Acrylstab auf der Base montiert.

SAAB J-29F Fliegende Tonne ÖBH

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Damit ist das Modell fertiggestellt und es kann ein Fazit gezogen werden:

Die Passgenauigkeit der Tonne von Pilot Replicas ist in vielen Bereichen sehr gut, die Details sind auch außergewöhnlich gut, sehr korrekt und akkurat wiedergegeben.
Der Bausatz schwächelt ein wenig bei der Anleitung (Positionierung Instrumentenpanel unklar, Teilenummern falsch etc.). Das Bausatzdesign des Bugbereich ist nicht so glücklich gelungen. Bei den Decals ist das Staffelwappen für das 1. JaboGeschwader farblich schlecht getroffen und das Decal für die rechte Flugzeugseite ist falsch.
Das Modell ist gut detailiert, aber an den Nähten oben und unten sieht man dass die Nietenreihen "ausfaden" und die Nietenrundungen plötzlich länglich werden. Das fällt aber erst auf, wenn das dunkle Washing seine Wirkung zeigt. Ganz detailversessene werden hier vielleicht in Erwägung ziehen die länglichen Nieten zu verspachteln und die korrekte Runde Form nachzuarbeiten.
Die Bausatzkanzel ist im geschlossenen Zustand nicht passend, im offenen Zustand gibts kein Problem damit.

Der Bau war nicht allzu kompliziert und hat mir großen Spaß gemacht. Mit dem Bausatz von Pilot Replicas kann man ein stimmiges Modell der "Fliegenden Tonne" bauen.

Ich danke euch fürs Mitlesen und wünsche viel Spaß beim Bau eurer eigenen Modelle!
Beste Modellbaugrüße
Walter Lampel

Hier gibt es noch die finalen Fotos vom fertiggestellten Modell:

SAAB J-29F Fliegende Tonne ÖBH

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